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Wandern ohne Karte

VELDEN — Die drei Mitgliedsgemeinden der VG Velden – Velden, Hartenstein und Vorra – haben seit kurzem unter dem Motto „Wandern in der Frankenpfalz“ ein einheitliches, gemeindeübergreifendes Wanderleitsystem eingeführt. Zusätzlicher Clou für die Wanderfreunde: Das neue Leitsystem knüpft sogar nahtlos an entsprechende Beschilderungen der Nachbarkommunen im Landkreis und dem benachbarten Oberfranken an!

Bei einem Ortstermin trafen sich Landrat Armin Kroder sowie die Bürgermeister Herbert Seitz, Velden, Werner Wolter, Hartenstein, und 2. Bürgermeister Thomas Prechtel, Vorra, mit den Vertretern der Sparkasse, Otfried Bürger und Martin Zeltner, am Veldener Marktplatz. Bei einem kleinen Rundgang in Richtung Wachtberg konnten sie sich gemeinsam von der klaren Gliederung, der leichten Überschaubarkeit und der guten Lesbarkeit der jeweiligen an Kreuzungspunkten oder in der Ortsmitte angebrachten Tafeln überzeugen (Kommentar: „Besser als jede Karte“).

Der Landkreischef sah in den schon von weitem eindeutig erkennbaren Tafeln einen weiteren Baustein zur Belebung des heimischen Tourismus. Den Gästen werde, und das sei neu, eine exakte Entfernungsangabe zum gewählten Zielort gemacht sowie eine genaue und durchgehende Bezeichnung des jeweiligen Wanderweges genannt. Bürgermeister Seitz nutzte die Gelegenheit, seinen Begleitern vom Wachtberg aus einmal Velden „von ganz oben“ zu zeigen.

Die rund 200 in den drei Kommunen aufgestellten Tafeln kosten etwa 28 000 Euro. Das Vorhaben wird über den Naturpark Fränkische Schweiz – Veldensteiner Forst mit fünfzig Prozent gefördert. Zudem spendeten die Sparkasse Nürnberg sowie der VGN jeweils 3000 Euro. Die Restsumme teilen sich die drei Kommunen je nach Anzahl von Hinweistafeln in ihrem jeweiligen Gemeindegebiet. Konzeption und Ausführung des Projekts oblagen der Laufer Fa. Schettler Consulting KG („Infrastruktur für Tourismus und Freizeit“).

Die farbig gestalteten Kunststoffschilder wurden dort aufgestellt, wo sich die Wanderer entscheiden müssen, welchen Weg sie wählen wollen („Orte der Entscheidung“). Sie sind je nach Anzahl der Hinweise unterschiedlich groß. Dabei finden die Urlauber naturgemäß die umfassendsten Informationen jeweils in der Ortsmitte, da von hier aus die Wege in alle Richtungen verlaufen.

Siegfried Fuchs

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