Diese Wanderung ist jetzt zur Ferienzeit für Familien mit Kindern geeignet, aber nicht für Kinderwagen. Da gibt es den „Natur-Erlebnis-Pfad“, ein Teilstück des „Fitness-Pfades“, herrliche Felsberge, eine einsame Kapelle, zwei interessante Höhlen und einen nicht ganz einfachen Aufstieg zu einem einmalig schönen Aussichtspunkt.
Start und Ziel: an der Hartensteiner Kirche; Weglänge: etwa 8 Kilometer, drei Stunden; Einkehren: in Grünreuth oder Hartenstein; Bahnlinie: R 3 Nürnberg–Neuhaus, vom Bahnhof Velden sind es mit Grünstrich 2,3 Kilometer bis zur Jugendherberge Hartenstein; Anfahrt: B 14 bis Hohenstadt, dann Richtung Neuhaus bis Günthersthal; Parken: am Dorfplatz oder an der Straße nach Höfen.
Hartenstein liegt idyllisch zwischen dem Burgberg und dem Hirtenberg mit Gipfelkreuz. Die 918 errichtete Burg wurde im Dreißigjährigen Krieg zur Festung ausgebaut und 1714 zum Teil abgetragen. Sie ist seit 2003 Gemeindebesitz und bewirtschaftet. In der Festungsmauer ist noch ein Fenster der einstigen Burgkapelle zu sehen und an der westlichen Außenmauer der Dorfkirche erinnert noch eine Gedenktafel an einen der früheren Festungskommandanten.
Ab der Kirche folgen wir der Straße abwärts und steigen nach der Linkskurve rechts hoch in Richtung Jugendherberge. Beim Marterl gehen wir rechts weiter aufwärts, die Jugendherberge zur Linken. Bei der Übersichtstafel „Natur-Erlebnis-Pfad“ gehen wir geradeaus in den Wald. Die Blaupunktmarkierung biegt bald links ab zur Petershöhle, doch wir bleiben auf dem breiten Hauptweg und wandern mit rotem Andreaskreuz, Grünring, Fitnesspfad und Naturpfad am Waldrand entlang. Es geht im Bogen um die große Ackerlichtung, drüben am Wald erkennen wir weitere Fitness-Stationen.
Bei der ersten Ruhebank macht der Lehrpfad einen kleinen Abstecher zu einigen Stationen im Wald und an der nächsten Bank biegt er dann ab und führt im Wald erst links und dann rechts herum aufwärts. (Wer abkürzen will, geht hier mit dem roten Andreaskreuz geradeaus weiter und kommt an einer uralten Buche und einer kleinen Kletterwand vorbei hinauf zum „Musikinstrumentenplatz“). Der mit einem Eichhörnchen markierte Natur-Erlebnispfad führt hier aufwärts und nach der Rechtskurve geradeaus in den Jungwald und etwas links an den einzelnen Tafeln vorbei. Dann geht es in eine große Rechtsschleife und links hinauf zu den Dolomitfelsen. Im den durch Geländer gesicherten Felsen können die Kinder etwas herumklettern und dabei manch seltene Pflanze oder auch Kleintiere entdecken, die hier ihren Lebensraum haben.
Danach folgen wir dem mit drei Zeichen markierten Pfad oder dem Kreuzweg links aufwärts zur Kapelle auf dem Frauenberg. Dort geht es geradeaus zum „Fußtastpfad“ und dann abwärts zur Kreuzung bei den hölzernen Musikinstrumenten. Hier stehen mehrere Infotafeln des Naturlehrpfades. Die Kinder können hier auf der Waldtrommel Nachrichten verbreiten, das Dentrophon erklingen lassen oder die Ohren an den Schallschlitz halten und dem Naturorchester lauschen. Wir verlassen hier den Naturerlebnispfad und gehen einige Schritte steil abwärts und dann mit Rotpunkt und Ziffer 5 rechts steil abwärts. Bald taucht rechts im Wald ein mächtiger Felsberg auf und von weitem kann man schon mehrere Löcher im Fels sehen. Mehrere kaum sichtbare Pfade führen durch den etwas verwilderten Wald auf die Felswand zu und mit etwas Klettern kommen wir hinauf zur „Hainkirche“, einer mächtigen, bis zu acht Meter hohen und 23 Meter langen Durchgangshöhle mit insgesamt sieben Öffnungen. An der breitesten Stelle misst dieser Felsengang 28 Meter. Im Winter bilden sich hier im Höhlenraum auch sehr schöne Eissäulen.
Von der Felswand müssen wir wieder zurück zum Wanderweg und dann aufpassen: Bei der Gabelung verlassen wir den abwärts führenden Rotpunkt und folgen dem breiten mittleren Weg, der bald rechts herum abwärts führt. Unten, bei dem Jagdstand im Laubbaum, geht es rechts auf grasigem Feldweg, links auf die große Ackerlichtung. An einem weiteren Jagdanstand und der Wegetafel vorbei kommen wir zur Asphaltstraße. Jetzt gut auf die Beschreibung achten: Mit der Straße geht es nur etwa 100 Meter links, dann rechts ab, zwischen Wald und Acker aufwärts und im Wald noch geradeaus, links sind die Jungfichten und die Einzäunung. Dann endet der Weg, wir gehen ohne Weg rechts hinauf und auf dem kleinen Hang wieder links – rechts oben der riesige Felsberg mit der großen Öffnung. Unser kaum begangener Pfad mündet in einen breiten Waldweg, der rechts von der Fechtershöhle herunterkommt und auf dem es nach dem Höhlenbesuch geradeaus weiter geht. Zunächst aber steigen wir steil hinauf zur am Eingang vier mal acht Meter großen Fechtershöhle, die trichterförmig 38 Meter tief in den Berg führt. Die hinteren Höhlenräume können allerdings nur mit Lampe gebückt oder kriechend erreicht werden. Sie wird auch Grünreuther Höhle genannt.
Danach gehen wir wieder zurück und unten auf ebenem Weg rechts zur Straße Rothenbruck-Grünreuth, der wir jetzt leider etwa 500 Meter hinauf in das Juradorf Grünreuth folgen müssen.
Links in der Straßengabel steht noch ein alter fränkischer Backofen und im Gasthaus „Zum Schlössl“ hängt ein Kupferstich, der das einst stolze Grünreuther Schloss zeigt, von dem nichts mehr zu sehen ist. Es stand am Wald, nahe dem schönen Fachwerkhaus mit Dachreiter. Am Gasthaus vorbei geht es weiter aufwärts bis zum Ortsende und nach der Ortstafel mit Grünkreuz rechts auf dem Feldweg zum Wald. Im Wald führt der übersichtlich markierte Weg aufwärts, dann wandern wir rechts herum abwärts durch eine größere Ackerflur und wieder durch felsigen Hochwald. Am Waldende bleiben wir zunächst rechts am Wald, folgen dann dem Pfad rechts in den Wald und links durch die Felsengasse. Auf schönem Waldpfad wandern wir dann um die Felsen unterhalb der Hasenleite mit dem Heidenloch, einer etwa acht Meter langen und sechs Meter breiten Felsenhalle. Dann führt Grünkreuz scharf links zum Waldende und rechts zur bekannten Asphaltstraße.
Mit diesem nur von landwirtschaftlichen Fahrzeugen befahrenen Sträßchen geht es aufwärts und im Linksbogen zu einer Scheune unterhalb der Straße Achtel–Hartenstein. Dort biegen wir mit Blaustrich scharf rechts in den Hartensteiner Kreuzweg und folgen ihm aufwärts. Wir streifen eine kleine Lichtung und danach geht es im Wald steil aufwärts. Aufpassen: Vor Erreichen der Höhe geht es am Wegweiser „Hirtenbergrundweg“ (ohne Markierung) links. Der Trampelpfad führt unterhalb der Felsberge entlang, die sich rechts von uns erheben. Nach einer kurzen Steigung kommt uns die Ziffer 4 auf Grün entgegen, hier geht es dann rechts abwärts nach Hartenstein. Jetzt aber steigen wir mit der Vier rechts über einige Treppen hoch auf den Felsberg. Ab der Bank geht es dann links auf dem Felsgrat, Kinder hier bitte an der Hand nehmen! Der Fels fällt beiderseits senkrecht ab. Nach einer zehnminütigen Gratwanderung sind wir am Gipfelkreuz – gegenüber der Burg, hoch über Hartenstein. Das Panorama, das sich hier bietet, ist unbeschreiblich. Geradeaus hinter der Burg ist der Fernsprechturm bei Spies zu sehen, links am Kreuz vorbei sehen wir die Burg Hohenstein, ganz rechts ragt der Bergfried der Burg Veldenstein aus den Waldbergen und am Horizont grüßen die Höhen der Fränkischen Schweiz und des Fichtelgebirges.
Die Ziffer 4 führt zunächst auf dem bekannten Weg zurück und nach den letzten Treppen bald rechts abwärts auf schönem Waldweg bis Hartenstein. Wer nicht zum Hirtenstein will, geht noch kurz auf dem Kreuzweg weiter. An der großen Lichtung in der Rechtskurve teilt sich der Weg, hier folgen wir ohne Zeichen dem Fahrweg links aufwärts. Oben, an der Bank, kommt Rotpunkt rechts vom Frauenberg her und hier geht es mit dem Wegweiser „Hirtenbergrundweg“ links auf steilem Pfad abwärts. Der Trampelpfad verläuft parallel mit dem rechts verlaufenden Waldende und biegt später, nachdem schon die ersten Häuser zu sehen sind, in der Linkskurve rechts steil ab zu einem Parkplatz. Links, am Gasthaus vorbei, geht es zur Hauptstraße und dann rechts, mit Blick auf die Festungsmauern, zum Dorfplatz vor der Kirche.
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