ETZELWANG – Wer am kommenden Samstag, 4. Juni, besonders viele Reiter in der Gegend um Etzelwang sieht, muss sich nicht wundern: Die landschaflich reizvolle Oberpfälzer Alb wurde für einen kleinen Marathon zu Pferd auserkoren. Morgens um 9 Uhr geht es am Skilift Etzelwang mit der „Trans Alb“ hoch zu Ross los.
Es ist die erste Veranstaltung dieser Art in der Region östlich von Nürnberg. Christian Lüke wagt sich an die Premiere eines Distanzrittes. Er betreibt ein Webportal rund ums Pferd und weiß: „In Deutschland ist Distanzreiten die am stärksten wachsende Reitsportdisziplin.“ Rund 150 Distanzritte unterschiedlicher Länge gibt es in Deutschland, 16 davon in Bayern, die von über 4000 Reitern besucht werden. Keines dieser Rennen ist wie das andere: „Es gibt Distanzritte vom Einführungsritt, wie in Etzelwang ab zirka 30 km, bis zur Königsdisziplin, dem Hundertmeiler mit 160 km“, erklärt Organisator Lüke.
Während der so genannte Marathon zu Pferd vor allem in den Arabischen Ländern, den USA, Frankreich, Italien und den Niederlanden sehr populär ist, ist der Sport hier noch nicht so bekannt. Bei den Pferden bilden Araber einen großen Anteil, da diese besonders dafür geeignet sind. Egal welches Ross, die Pferdegesundheit wird großgeschrieben, deswegen gibt es während des Rittes mehrere Verfassungskontrollen durch Tierärzte. Nur wenn diese ihr O.K. geben, darf auch weitergeritten werden.
Mittagessen für den Ersten
Der kleine Rundkurs von 39 Kilometern um Etzelwang dürfte die Pferde und Reiter aber vor keine großen Probleme stellen. Gestartet wird um neun Uhr am Skilift, nach der tierärztlichen Voruntersuchung. Das Gelände wurde vom Skiverein und Werner Loos extra zur Verfügung gestellt. Gegen zehn Uhr werden die Ersten Lockenricht erreichen. Über Bernricht (10.30 Uhr), Oberreinbach (11 Uhr), Buchhof (11.45 Uhr) geht es zurück nach Etzelwang. Zum Mittagessen werden die schnellsten Pferde im Ziel erwartet. Besucher sollten nicht am Skilift parken, sondern im Ort Etzelwang, von hieraus ist es nur ein kurzer Fußweg ins Pferdeglück.
Andrea Pitsch
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