HERSBRUCK – Die verbleibenden Tage bis zum Start des zwölften internationalen Gitarrenfestivals sind schon an einer Hand abzuzählen: Nur noch zwei Mal schlafen, dann ist es soweit und herausragende Gitarrenkünstler aus vielen Teilen der Erde geben sich in Hersbruck wieder die Klinke in die Hand.
Den Anfang macht am Samstag, 20. August, der spanische Künstler Rafael Cortés mit seiner Gruppe. Sie wollen mit Flamenco-Klängen ein musikalisches Auftaktfeuerwerk in der Weinkellerei Raum entfachen. Beginn ist um 19 Uhr.
Gut 25 Gitarristen aus den Vereinigten Staaten, Brasilien, Schottland, Schweden, Kanada, Tschechien und vielen weiteren Ländern werden folgen und an den sieben Tagen vom 20. bis 27. August Konzerte, Workshops und Meisterklassen geben. Von klassischer Gitarre über Fingerstyle bis hin zu Gypsy Swing und Weltmusik steht alles auf dem Programm. „Sogar eine Deutschland-Premiere ist dabei“, verrät Cornelia Szymczak von der Touristinformation und organisatorische Leiterin des Festivals. Carlos Barbosa-Lima, einer der vielseitigsten akustischen Gitarristen unserer Zeit, hat schon auf vielen Bühnen der Welt gespielt. Hierzulande allerdings noch nicht. Am Donnerstag wird der Brasilianer nun in der Dauphin Speed Event-Halle sein deutsches Debüt-Konzert geben.
Auch darüber hinaus wird die kommende Woche ein vielseitiges künstlerisches Kommen und Gehen sein. Untergebracht sind die Gitarristen wieder allesamt im AOK-Bildungszentrum. Und auch die rund 70 Studenten werden dort übernachten.
Dass für sie und die Besucher alles glatt läuft, dafür sind Cornelia Szymczak und ihr Team von der Stadt Hersbruck seit Wochen im Dauereinsatz. Sie haben Programmhefte, Namensschilder und Diplome erstellt, kümmern sich um die Abholung der Gäste und den Verkauf der Karten. „Es wurde ziemlich viel kopiert und gefaltet“, lacht Cornelia Szymczak. Ohne tatkräftige Mitarbeiter wäre das nicht zu schaffen. Das weiß auch ihr Chef Christof Rothkegel, Leiter des Hersbrucker Bürgerbüros und der neu bezogenen Touristinfo: „Das persönliche Engagement bei diesem großen Festival ist enorm“, lobt er seine Macher.
Die Organisatoren legen großen Wert darauf, dass sich die Festivalbesucher auch dieses Jahr wieder wohl fühlen. „Wie in den letzten Jahren soll es familiär zugehen“, so Szymczak. Da werden auch Extra-Wünsche etwa von Weltklasse-Gitarrist Eliot Fisk erfüllt. Er ließ schon jetzt verlauten, vor seinem Auftritt gerne Kartoffeln mit Quark essen zu wollen.
Auch in den unterschiedlichen Spielstätten des Festivals herrscht jetzt Hochkonjunktur bei den Vorbereitungen: In der Weinkellerei Raum wurden extra Stühle angeliefert und die schon in den Vorjahren eigens für das Gitarrengroßereignis genähten Vorhänge sowie die dazu passende Dekoration angebracht. Und in der Stadtkirche wurden bereits erste Soundchecks getätigt.
Seit heute ist nun auch der künstlerische Leiter Johannes Tonio Kreusch in der Stadt, um mit seinen Kollegen Pavel Steidl und Johannes Tappert noch für ihre gemeinsame „klassische Gitarrengala“ am Sonntag zu proben.
Nur noch zwei Tage, dann geht es endlich wieder los: Karten und weitere Informationen zu Programm und Künstler des 12. Internationalen Gitarrenfestivals gibt es in der Touristinformation Hersbruck und unter www.gitarre-hersbruck.de. Für Kurzentschlossene stehen Tickets an der Abendkasse bereit.
Ulla Meckler
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