Auf in die Schule!

HERSBRUCKER SCHWEIZ – „Er hat uns die ganze Nacht wachgehalten“, berichtete ein sichtlich geschlauchter Vater. „Er“ war in dem Fall ein ABC-Schütze, der seinen ersten Unterrichtstag in Hersbruck kaum erwarten konnte. Rektor Johannes Schulz begrüßte insgesamt 78 Mädchen und Jungen an der Grete-Schickedanz-Grundschule.

Ein besonderes Willkommen erhielten die „Neuen“ von der Klasse 3a, die mit einem Lied den künftigen Alltag beschrieb: „Schreiben, Lesen, Turnen, Malen – Rechnen auch mit großen Zahlen.“ Die weniger schönen Erlebnisse wie das Bearbeiten von Sammelblättern wurden ebenfalls erwähnt, Doch am Schluss riefen die Drittklässler den Kleinen zu: „Wetten, dass es Euch gefällt!“

Rektor Johannes Schulz interviewte seine neuen Schützlinge gleich per Mikro und fragte, was denn in den Schultüten („Lutschers“) und in den „wichtigsten Begleitern“, den Büchertaschen, („Schlampermäppchen“) so alles drin ist. Hersbruck hat drei erste Klassen bekommen. Neben der 1b (Lehrerin Marianne Hauptkorn) und der 1c (Lehrerin Sandra Grund) gibt es erstmals mit der 1a eine Ganztagesklasse. Kerstin von der Grün und Sylvia Brendl betreuen als Tandem-Lehrkräfte 24 Kinder von 8 Uhr bis 15.30 Uhr. Hausaufgaben bekommt die 1a nicht. Statt dessen wird die Klasse nachmittags aufgeteilt und in kleineren Gruppen speziell gefördert.

Wie jedes Jahr durften sich die Schulanfänger über ein Geschenk freuen. Johannes Schulz, die Lehrer, Simone Bösch von der Sparkasse, Gerlinde Pötzl als Vertreterin der Verkehrswacht und Helmut Hartmann, Schulverkehrserzieher von der Polizei Hersbruck, verteilten die gesponserten roten Käppis. „Daran erkennen Euch die Autofahrer im Straßenverkehr und geben besonders Acht“, erklärte der Rektor den Kindern.

Die kleinste Zahl an ABC-Schützen von den Schulen im heimischen Raum hat Alfeld. Hier wurden gerade einmal drei Kinder eingeschult. Nur unwesentlich mehr Schüler, nämlich vier, begrüßte Konrektorin Martina Mai-Kappes am Hersbrucker Förderzentrum. Dort wird das Quartett – ähnlich wie in Alfeld – zusammen mit den Kindern, die voriges Jahr begonnen haben, in einer gemeinsamen Klasse betreut.

Eine ganz besondere Idee hatte die vierte Klasse der Grundschule in Altensittenbach für die „Neuen“: Die 28 Viertklässler sind Paten für die ebenfalls 28 ABC-Schützen. Damit auch jeder weiß, zu wem er gehört, überreichten die „Großen“ den „Kleinen“ ihr Foto auf einem Kärtchen.

Die 34 Schüler in Happurg hörten zur Begrüßung einen ABC-Vortrag der zweiten Klasse. Jeder Schüler hielt ein Schild mit einem Buchstaben in die Höhe und nannte passende Worte dazu. Bis zum Buchstaben X klappte das auch hervorragend. Beim X kam dann das Fränkische zum Vorschein, denn da sprach der Schüler von X wie G sundheit, sehr zur Freude der zuhörenden Eltern.

Jürgen Ruppert/Andrea Pitsch

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