HERSBRUCK – „Kamera ab und action“ – heißt es Anfang Januar am Hersbrucker Bahnhof rechts. Fünf Studenten der Georg-Simon-Ohm-Fachhochschule drehen dort einen Kurzfilm – mit professionellem Kameraset, das der Filmwelt schon Kassenschlager wie „Fluch der Karibik“ und „The Social Network“ bescherte.
„Seit Anfang Oktober tüfteln wir an Idee und Umsetzung“, verrät Projektleiter Maximilian Sperber aus Hohenstadt. Denn bei einer Filmproduktion gibt es eine Menge zu beachten: Von Drehbuch über den passenden Schauspieler bis zu ästhetischen Bildern und natürlich auch der Finanzierung muss alles wohl überlegt sein.
Der zweieinhalb-minütige Film „La vía de ferrocarril“ (dt.: Das Bahngleis) handelt davon, sein Leben selbst in die Hand zu nehmen: „Chancen zu ergreifen und sich zu wagen, aus dem Alltag auszubrechen, das wollen wir mit dem Film zeigen“, erklärt der Hohenstädter. Protagonist ist ein Mann, der es sinnbildlich schafft, auf den „Zug seines Lebens“ aufzuspringen. Betreut wird die Nachwuchsfilmcrew von Professor Jürgen Schopper – und befindet sich damit in guten Händen: Denn der nachgefragte Creative Director feierte im Bereich Filmanimation mit „King Kong“ und „Harry Potter“ schon internationale Erfolge.
Nach der Idee zum Film war das Drehbuch an der Reihe: Gemeinsam mit ihrem Textprofessor erstellten die Jungs und Mädchen aus dem vierten Semester Manuskripte und suchten dafür anschließend einen passenden Hauptdarsteller. Die Wahl fiel auf den Berliner Schauspieler Stephan Bürgi: Er ist ein erfahrener Mann seines Fachs und stand zuletzt für die ZDF-Sendung „Notruf Hafenkante“ vor der Kamera. „Wir sind sehr froh, ihn gewonnen zu haben“, freut sich Sperber.
Tatkräftige Unterstützung bekommt die Filmcrew auch von ihren Mitstudenten: Lichttechnik und Kameraausstattung steuern Kommilitonen aus höheren Semestern bei. Und auch bei der Planung der Bildästhetik sind die Designstudenten schon weit: Farben und Stimmung sollen ähnlich sein wie bei den Filmen „Biutiful“ von Alejandro González Iñárritu und „Dorian Gray“ von Oliver Parker.
Einzig bei den Statisten besteht noch Mangel: „Wir suchen 20 bis 25 Freiwillige aus allen Altersgruppen“, sagt Sperber. Wer Interesse hat, bei einem professionellen Filmset mit dabei zu sein und sich im Kino zu sehen – der Streifen wird bei der „Ohmrolle“ im Cinecittà im kommenden März gezeigt – kann sich unter der Emailadresse GSO_Student_Production@gmx.de oder unter der Nummer 0160/ 61 31 991 melden. Auch für Sponsoren ist das Filmteam dankbar.
Ulla Meckler
Am 6. und 7. Januar ist der Parkplatz des Hersbrucker Bahnhofs rechts sowie ein Teil des Bahngeländes während des Filmdrehs gesperrt.
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