Streuobstwiese und ein kunterbuntes Apfelbuch

REICHENSCHWAND — Bereits im dritten Jahr in Folge hat die Grundschule Reichenschwand die Auszeichnung „Umweltschule in Europa / Internationale Agenda 21-Schule“ erhalten. Die begehrte Auszeichnung wird von der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung im Auftrag der Europäischen Umweltstiftung F.E.E. vergeben.

Gerade für eine kleine Schule wie die Grundschule in Reichenschwand mit insgesamt 65 Kindern sei das eine tolle Leistung, auf die man zu Recht stolz sein könne, erklärte Schulleiterin Alrun Zwirner. Viel Arbeit habe es gemacht, aber auch viel Spaß. Außerdem ist es auch gelungen, wie schon im vergangenen Jahr, wieder zwei (von maximal drei) Sterne zu bekommen, also das Leistungsniveau zu halten.

Lehrerin Brigitta Adam-Ponader begleitet das Projekt und blickte auf die vielfältigen Aktionen und Aktivitäten des Jahres zurück: Es wurden Apfelbäumchen gepflanzt und eine Apfelverkostung fand statt. Die Kinder hatten dabei die Möglichkeit, ungespritzte Äpfel aus heimischer Streuobstwiese zu probieren und vielfältig weiterzuverarbeiten: So gab es Apfelmus, Apfelsaft, Apfelringe, Apfelchips, Apfelbrot und natürlich leckeren Apfelkuchen. Ein Apfelbuch wurde gebastelt und in Englisch hörte man die Geschichte von Apfel und Wurm.

Es drehte sich also vieles um das Thema „Apfel“, weil es auch die Nachhaltigkeit der Aktivitäten in Reichenschwand widerspiegelt. Langfristig wird im Ortsbereich zwischen Oberndorf und Leuzenberg eine Streuobstwiese angelegt – jede neue Schulklasse pflanzt ein Bäumchen, kümmert sich auch im weiteren Verlauf darum und kann es beim Wachsen und Gedeihen beobachten.

Es dauert Jahre, bis ein Apfelbaum Äpfel trägt, also muss frühzeitig für den Erhalt der heimischen Obstsorten gesorgt werden, erklärt Adam-Ponader. Daneben gibt es in der Schule noch weitere Projekte, wie beispielsweise Mülltrennung, Müll-Sheriffs, eine AG Umwelt, die Aktion „Bio und Fair“ mit dem Verkauf fair gehandelter Ware bei Veranstaltungen und vieles mehr.

Dr. Markus Söder hatte die Auszeichnung noch vor seinem Wechsel ins Finanzressort als Umweltminis ter für insgesamt 57 fränkische Schulen, von der Förder- über Grund- und Hauptschulen, Mittelschulen, Realschulen, Gymnasien bis zu Wirtschafts- und Berufsschulen, vergeben. „Umwelt- und Nachhaltigkeitsthemen sind für alle Schularten wichtige Handlungsfelder, mit denen sich Schlüsselkompetenzen bei den Schülerinnen und Schülern optimal fördern lassen“, stellte Klaus Hübner vom Landesbund für Vogelschutz in Bayern fest, der die Projekte durch das Schuljahr begleitet hatte.

Neben der Urkunde erhielt die Grundschule Reichenschwand auch einen Stempel und eine Umweltfahne. Die heimische Bundestagsabgeordnete Marlene Mortler (CSU) gratulierte in einem Brief. Auch 2012 will sich die Schule der Herausforderung stellen und erneut eine umfangreiche Dokumentation von hoffentlich wieder vielen und vielfältigen Aktionen einreichen.

Monika Gniffke

1 Stern2 Sterne3 Sterne4 Sterne5 Sterne

Verwandte Artikel

Großes Interesse am Tag der Regionen 20. März 2012
Regionen kommen nach Happurg 5. März 2012
Kleine Schule – große Aktionen 28. Oktober 2011