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Geburtstagsfeier mit „Knalleffekt“

OBERKRUMBACH — Bei Kaiserwetter haben die Schützen des SV Eichenlaub Oberkrumbach ihren 50. „Geburtstag“ mit einem großen Festzug durch den 200-Seelen-Ort gefeiert. Für den passenden Knalleffekt sorgten die Nachbarn vom SSV Dietershofen, die zu Ehren des Jubiläumsvereins das 12. Gau böllertreffen ausrichteten.

Lautstark und mit viel Rauch begrüßten rund 125 Böllerschützen aus dem ganzen Pegnitzgrund und den benachbarten Gauen die vielen hundert Festgäste. Ob „langsame Reihe“, „Doppelschlag“ oder „Salut“ – die fachkundigen Freunde der traditionellen, tief im bairisch-österreichischen Brauchtum verwurzelten voluminösen Vorderlader sorgten für viele „Ohs“ und „Ahs“ unter den Schaulustigen. Besonders viel Qualm fabrizierten die 15 etwas weiter oben am Hang aufgestellten Kanonen, deren donnernde Salven bis hinüber auf die Hersbrucker Ostbahn zu hören waren. Eine davon hatte Oberkrumbachs Schützenkönig Christian Bock eigens für das Jubiläum gebaut.

Anschließend sammelten sich 70 Gruppen mit rund 1300 Teilnehmern zum großen Festzug hinauf zur Kirche und wieder zurück zum Festzelt vor dem 1996 eingeweihten Schützenhaus am Haselanger. Angeführt von Eichenlaub-Schützenmeister Winfried Bock und beklatscht von vielen Zuschauern, gratulierten Schützenvereine aus dem ganzen Gau und Feuerwehren aus den zur Gemeinde Kirchensittenbach zählenden Ortschaften auf diese Weise ebenso zum runden Jubiläum wie die Aspertshofener Sänger, die Oberkrumbacher Gartenbauer oder die Kita Grashüpfer.

Begleitet von einer „langsamen Reihe“ der Dietershofener Böllerschützen, zogen Schützenkönig Christian Bock, Jugendkönig Patrick Müller und ihre Kollegen aus den anderen Gauvereinen als Letzte wieder ins Festzelt ein. Dort bescheinigte Bürgermeister Peter Stief dem Jubelverein, „keine Mühe gescheut“ zu haben, um „ein schönes Fest für Jung und Alt auszurichten“. Landrat Armin Kroder bedankte sich – auch im Namen von MdL Kurt Eckstein, Bezirksrat Norbert Dünkel und Jagdpächter Norbert Fackelmann – bei den über 100 ehrenamtlichen Helfern, die dafür gesorgt hatten, dass sich die Gäste in Oberkrumbach bestens aufgehoben fühlten. Gauschützenmeisterin Petra Backer freute sich über ein „hervorragendes Fest“.

Das hatte schon am Freitag mit einem Partyabend und der Band „Javelin“ begonnen. Am Samstagabend sorgten die „Stoapfälzer Spitzbuam“ für beste Stimmung im gut gefüllten 1500-Mann-Zelt. Am Sonntag versammelten sich dort rund 250 Gläubige aus Oberkrumbach, Kirchensittenbach und Altensittenbach zum Festgottesdienst mit ihren Pfarrern Johannes Ziegler und Gerhard Metzger.

Ein angesichts der rundum geglückten „Geburtstagsfeier“ freudestrahlender Winfried Bock gab die Glückwünsche gerne weiter – an die vielen Helfer, nicht nur aus seinem Verein: „Absolut toll, wie viele Menschen uns ihre Mithilfe angeboten haben – das ist bestimmt nicht alltäglich.“

Klaus Porta

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