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Klettern an der Therme

HERSBRUCK — Der Tourismusverein Hersbrucker Schweiz hat zur Jahreshauptversammlung ins Café Bauer eingeladen und sich dort auch gleich neu aufgestellt. Mit im Boot als frisch gebackene 2. Vorsitzende ist nun Anja Kotter, die Betriebsleiterin der Fackelmann Therme. Das aber war nicht die einzige Entscheidung, die die emsigen Mitglieder bei der Versammlung getroffen haben.

Der Tourismusverein Hersbrucker Schweiz will sich fit für die Zukunft machen und hat deshalb nicht nur allerhand Ideen in petto, sondern auch seine Satzung überarbeitet. In dem Schriftstück, das 1. Vorsitzender Bruno Schmidt an die anwesenden Mitglieder verteilte, steht nun natürlich der neue Name des einstigen Fremdenverkehrsvereins Hersbrucker Land. Der nennt sich nämlich seit geraumer Zeit offiziell Tourismusverein Hersbrucker Schweiz.

Auch die Vorstandschaft wurde in der neuen Satzung personell verkleinert. „Das erleichtert die Arbeit“, erklärte Schmidt diesen Schritt, weil einfach weniger Leute zu den Sitzungen geladen werden müssen. Der Vorstand hat aber die Möglichkeit, für bestimmte Arbeitsgebiete Ausschüsse einzusetzen.

Die Mitglieder stimmten der Satzungsänderung einstimmig zu. Die anschließenden Wahlen brachten folgendes Ergebnis: 1. Vorsitzender bleibt Bruno Schmidt. Seine Stellvertreterin ist künftig Anja Kotter, die Betriebsleiterin der Fackelmann Therme. Als Schriftführerin bestätigt wurde Pauline Regler. Kassiererin bleibt Vera Maas. Beisitzer sind Peter Bauer, Schäufelekönig Waldemar Bogner und Rudi Wolfermann. Zu Kassenrevisoren wurden Klaus Rostek und Jürgen Rolle bestellt.

Das Gremium hat es sich auf die Fahnen geschrieben, den Tourismus in der Region zu fördern. 5000 Euro bekommt der Verein dafür von der Stadt im Jahr – zu wenig, so Vorsitzender Bruno Schmidt. Der ehrenamtliche Geschäftsführer Dominik Munkert berichtete schließlich von dem eigenen Facebook-Auftritt des Vereins und dem Anschluss an die vom Medienhaus Pfeiffer betriebene Homepage www.hersbruckerschweiz.de. HZ-Verlegerin Ursula Pfeiffer bat diesbezüglich, die Internetseite doch auch immer wieder mit neuem „Futter“ zu versorgen. Besonders von Internetnutzern nachgefragt seien Themen wie Wandern, Klettern, Unternehmungen mit Kindern, Wassersport, Gastro sowie Infos zu Burgen und Schlössern. In diesem Zusammenhang lobte Pfeiffer auch die Zusammenarbeit zwischen Munkert und dem Kreativraum des Verlags.

Mit den modernen und klassischen Medien, der Präsenz auf ausgewählten Messen und Veranstaltungen in der Region will der Verein Jung und Alt in die Hersbrucker Schweiz locken. Damit es den Gästen hier aber auch gefällt, sollen zum Beispiel Bänke gut in Schuss gehalten werden. Über einen Aufruf auf Facebook hat sich hier ein junger Hersbrucker als Helfer angeboten. Außerdem ist ein Klettergarten bei der Fackelmann Therme angedacht. Die soll ohnehin mehr in den Fokus der Werbemaßnahmen rücken. Schon beim Outdoortag im Oberen Pegnitztal habe der Verein mit der Therme nämlich bestens zusammengearbeitet.

Auch die Verbindung zwischen Tourismusverein und Stadt Hersbruck sei gut. So habe die Stadt den Verein zum Beispiel damit beauftragt, das Programm für die bevorstehende Bürgerreise in die Partnerstadt Lossiemouth auszuarbeiten. Wer Lust hat bei der Busreise vom 29. August bis 8. September dabei zu sein und die weltberühmte Whiskey-Straße sowie die Städte Inverness, Aberdeen und Edinburgh kennenzulernen, kann sich noch rasch anmelden (Infos bei Dominik Munkert, Tel. 09151/869226, tourismusverein@hersbruckerschweiz.de).

Eine kleine Diskussion lösten schließlich die Hersbrucker Bierkeller aus. Die seien doch laut Stadtführer Horst Piesche wichtige Zeugen der lokalen Geschichte und sollten erhalten werden. Die Stadt ließ im Zuge des Abbruchs in der Gartenstraße den dortigen Bierkeller aus Sicherheitsgründen versiegeln. Robert Ilg, der nicht nur als Bürgermeister, sondern erstmals auch als Vereinsmitglied zur JHV gekommen war, erklärte, dass sich das Grundstück in Privatbesitz befinde und der Stadt dadurch die Hände gebunden seien. Außerdem koste es einiges an Geld, solche Keller wieder herzurichten, und das habe die Stadt nicht. Da brauche es schon Privatinvestoren, so Bruno Schmidt und Altbürgermeister Wolfgang Plattmeier unisono.

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