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Von Mary Poppins bis Mamma Mia

HENFENFELD – Das Henfenfelder Schloss mit seinem historischen Innenhof wurde zum Schauplatz einer Musical Gala. Zehn Sängerinnen und Sänger sorgten für Broadway-Atmosphäre bei einem Streifzug durch 19 verschiedene Musicals. Denette Whitter begleitete die Künstler am Piano.

Ein lauer Sommerabend hätte es sein sollen, doch die zahlreichen Zuhörer mussten dicht an dicht warm eingepackt den kühlen Temperaturen trotzen. Melanie Kress sang aus „Fame“ das sehr besinnliche „Out here on my own“. Recht kess mimte der junge Sänger Theo Knodt den Schornsteinfeger Bert aus „Mary Poppins“ beim Lied „Chim Chim Cheree“. Mit viel Ausdruck bot Laura Pfister „Journey to the Past“ aus Anastasia an. Einen recht koketten Auftritt zeigte Sonja Schreiber in der Rolle der Galinda mit „Heißgeliebt“ aus „Wicked – die Hexen von Oz“.

Recht dramatisch wurde es, als der Tod die Kaiserin Elisabeth ständig bedrängte. Claudia Bruns in der Rolle der Elisabeth und Frank Bayer als der Tod zeigten hier eine vorzügliche Darbietung beim Duett „Wenn ich tanzen will“. Aus „Les misérables“ sang Marianne Sickenberg sehr ergreifend „Nur für mich“. Sandra Glatzel bezauberte das Publikum mit „Ich hab geträumt“ aus dem selben Musical.

Einen stürmischen Auftritt hatte Tenor Armin Hückl bei „Wie wird man seinen Schatten los“ aus „Mozart!“ Sehr glaubwürdig zeigte er die immense Anspannung aus dem Vater-Sohn-Verhältnis zwischen Wolfgang Amadeus Mozart und seinem Vater Leopold. Claudia Bruns brachte mit dem Musical „Mamma Mia“ schwedischen Schwung in den Hof. Denn Björn Ulvaeus und Benny Andersson von der Popgruppe Abba brachten hier ihre Hits ein, so auch „Der Sieger hat die Wahl“, bestens bekannt als „The Winner Takes It All“.

In die Doppelwelt von „Jekyll & Hide“ entführte Heike Bayer das Publikum. Mit viel Leidenschaft und dennoch geheimnisvoll bot sie „Someone Like You“ an. Riesengelächter erzeugte die Persiflage auf alle Liebeslieder „Das Lied das jeder liebt“, dargeboten von Sonja Schreiber und Armin Hückl. Der Musical-Titel „Spamalot“ ist eine Wortschöpfung, die direkt zu Eric Idle, einem Monty-Python-Mitglied, und John Du Prez führt. Gruselig wurde es als drei Lieder aus dem „Tanz der Vampire“ aufgeführt wurden. Hier zeigte wiederum Frank Bayer erstklassig die Verkörperung des „Untoten“.

Als großes Finale zeigten alle Damen bei „My Body“ ihre Gesangs- und Tanzkünste. Nach tosendem Beifall kam nochmals Abba zum Zug, mit „Danke für die Lieder“ hinter dem das weltbekannte „Thank you for the music“ steckt.

Johann Dechant

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