Klettern

Im Felsenparadies


Kein Berg zu hoch, kein Fels zu steil – so das Motto der Gipfelstürmer, die jedes Wochenende beim Klettern in der Hersbrucker Schweiz, vornehmlich im oberen Pegnitztal, zu beobachten sind. Und wer meint, die beschauliche Gegend hier habe ja doch nur kleine Hügel zu bieten, irrt. Die Route „Action Directe“ am „Waldkopf“ im Krottenseer Forst ist weltweit die erste mit Schwierigkeitsgrad elf. Da ist Nervenkitzel vorprogrammiert. Es ist in erster Linie der 45 Grad überhängende Felsvorsprung, der jedem Ehrfurcht einflößt, der vor dem „Waldkopf“ steht. Wer hier hinauf will, braucht nicht nur Willensstärke, sondern auch kräftige Finger. Zwar ist die berüchtigte Route „Action Directe“ nur etwas über zehn Meter lang, dafür aber besteht sie aus einer Reihe von extrem schweren Zügen. Vor allem der knapp zwei Meter weite Sprung von einem Ein- in ein scharfes Zwei-Fingerloch beansprucht Sehnen und Bänder enorm.

Am „Weißenstein“ bei Neuhaus, einem der bekanntesten Massive dieser Gegend, treffen sich jedes Wochenende Dutzende Sportbegeisterte, um den Gipfel zu erstürmen. Japaner, Tschechen, Engländer und Franzosen – dass die Frankenalb zu den schönsten Klettergebieten Europas gehört, scheint sich herumgesprochen zu haben. Kein Wunder, denn in Neuhaus und Velden finden Bergsteiger und Freikletterer beste Kalkfelsen bis zum Schwierigkeitsgrad 11+: unter anderem den Roten Fels oder die Ankatalwand, allesamt Felsen mit legendären Routen wie „Dampfhammer“, „Strohdach“, „Copilot“, „Computerspiele“ oder „Feuervogel“.

Doch nicht jeder muss die höchsten Gipfel stürmen und die schwierigsten Routen klettern. Kinder können sich an der „Via Ferrata Bambini“, Deutschlands erstem Kinder-Klettersteig im Hirschbachtal, vergnügen. Auch für Freizeitsportler bietet der Frankenjura mit über 8000 Routen an fast 1000 Massiven genügend Möglichkeiten – ob am „Rifflerfels“ bei Alfalter, am „Hohlen Fels“ bei Happurg, an der „Hartensteiner Wand“ oder dem „Veldener Turm“. An den „Norissteig“ wagen sich sogar Familien. Denn parallel zum Fels führt ein Wanderweg, den jene nutzen können, die die sportlichen Höhenflüge der anderen lieber vom Boden aus verfolgen. Abenteuerlustige kommen aber dennoch auf ihre Kosten. Denn mit der 50 Meter hohen Mittelbergwand mit Schwierigkeitsgraden bis Stufe acht und dem „Höhenglücksteig“, ein etwas schwierigerer, mit Drahtseilen und Eisenstiften gesicherter alpiner Steig, der sich Richtung Hirschbach zieht, führen anspruchsvolle Routen die Geübten zum Gipfelglück.

Weitere Informationen

Klettern in der Frankenjura
www.klettern.frankenjura.com

DAV Sektion Hersbruck
Tel. 09151/822845
www.dav-hersbruck.de

Berg- und Skiteam jura alpin
Tel. 09152/921555
www.berg-skiteam.de

Fremdenverkehrsverein Hirschbach
Tel. 09152/8388


Aktuelle Freizeit‑Meldungen: Genuss mit musikalischen Kollegen +++ Fünf Tage Kirwagaudi +++ Das Sommerfest ist vorbei +++ Veldensteiner Festival ist zurück +++ Kino im Tetzelschloss: Helfer gesucht +++