Naturdenkmäler


Zwischen Bäumen & Sträuchern

Osterhöhle

In vorgeschichtlicher Zeit hausten in der Osterhöhle bei Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg Menschen. Gefäßscherben aus der Hallstadtzeit (800 v. Chr.), die in der Höhle gefunden wurden, belegen dies. Der erschlossene Teil ist bis zu 30 Meter tief und ca. 200 Meter lang. Dort kann man eintauchen in eine Welt voll schöner, gut durchformter Tropfsteinbildungen, faszinierender Auslaugungsformen und „Kolken“, runde, kesselartige Vertiefungen im Gestein. Gutes Schuhwerk und warme Kleidung sollte man dabei haben, denn die Höhlentemperatur beträgt ganzjährig ca. acht bis neun Grad.

Osterhöhle Waldschenke
Trondorf, 92259 Neukirchen bei Sulzbach-Rosenberg, Tel. 09663/1718?
http://www.osterhoehle.de



Teufelshöhle

Die gewaltige Eingangspforte der Teufelshöhle bei Pottenstein ist das Verbindungsglied zwischen Ober- und Unterwelt. Dahinter erstreckt sich auf ca. drei Kilometern die größte Tropfsteinhöhle der Fränkischen Schweiz. Rund die Hälfte der Höhle ist der Öffentlichkeit zugänglich. Bei konstanten neun Grad sind Tropfsteinformationen in allen Varianten zu bestaunen, deren bizarre Formen die Fantasie anregen.

http://www.teufelshoehle.de



Felsiges Oberes Pegnitztal

Vor allem Kletterer wissen das Obere Pegnitztal und seine Felsen zu schätzen. Doch auch dem Vorbeikommenden bietet sich ein beeindruckender Anblick. So zum Beispiel bei den „Rifflerfelsen“ bei Vorra: Drei etwa 40 Meter hohe Felstürme, die gegenüber Alfalter auf dem Berghang über dem linken Pegnitzufer dicht nebeneinander emporragen, sind ein beliebtes Fotomotiv. Gleich ums Eck, bei Rupprechtstegen, erhebt sich der „Rote Fels“ im „Ankatal“, einer felsengesäumten, romantischen Waldschlucht.

Gemeinde Vorra
Stöppacher Straße 1, 91247 Vorra, Tel. 09152/986920
http://www.vorra-mfr.de

Gemeinde Hartenstein
Höflaser Str. 1, 91235 Hartenstein, Tel. 09152/926900
http://www.hartenstein-mfr.de



Schlangenfichte, Grabhügel und Windloch

Kurz vor Großmeinfeld (Gemeinde Hartstein) gibt es Interessantes und nicht Alltägliches zu sehen: Die Schlangenfichte, von der niemand genau sagen kann, wie alt sie eigentlich ist, beeindruckte die Menschen schon vor Jahrhunderten als eine stattliche, mystische Erscheinung. Wie sie entstanden ist, ist ungewiss. Die meisten sind der Meinung, dass ein einzelner Baum anders aussehen wollte, als die anderen – mit lang herunterhängenden Lianen-Ästen, spärlich mit Nadeln versehen. Ein Sturm hat der Fichte arg zugesetzt. Doch nur 50 Meter entfernt, im dichten Wald nach einer Wiese, gibt es bereits wieder eine stattliche Schlangenfichte. In der Nähe sind auch Grabhügel aus der Bronzezeit zu finden und ein stattliches Windloch: Versteckt im Wald liegt diese Sturzhöhle mit ihrem schwarzen, unheimlich wirkenden Schlund von 40 Metern.

Gemeinde Hartenstein
Höflaser Str. 1, 91235 Hartenstein, Tel. 09152/926900
http://www.hartenstein-mfr.de



Hirschbach

“Alle paar Meter” wartet ein Naturdenkmal. Auf Schusters Rappen durch das Hirschbacher Reichental zu Schlangenfichte, Hügelgräbern und dem Windloch. Erst im August 2004 kam auf diese Art ein 47-jähriger Landwirt aus Neunkirchen am Sand ums Leben. Der geübte Höhlengänger stürzte aus 20 Metern ab. Schon 1905 stürzte hier ein Wanderer in die Höhle. Er wurde erst drei Jahre später gefunden.

Auch für Familien geeignet. Diese Beispiele sollen Leichtsinnigen eine Warnung sein, aber sie sollen niemand vom Besuch des Windlochs abhalten. Es ist auch von Familien mit Kindern gut zu erreichen. Hin und zurück, mit dem entsprechenden Aufenthalt, sind zweieinhalb bis drei Stunden zu veranschlagen.

Wer noch Zeit, Lust und “Schmalz” in den Beinen hat, der kann sich anschließend noch auf den markierten Rundwanderweg 1 begeben, der von Großmeinfeld über die Ortschaft Loch, den Hirschberg mit dem Aussichtsturm mit herrlichen Talblick, nach Hirschbach zurückführt.



Petershöhle

Früher hieß sie „Höhle in der Viehtrift“, heute ist die Kultstätte der Altsteinzeit bei Hartenstein als „Petershöhle“ bekannt. Entdeckt wurde sie 1914. Dr. Kuno Peters und sein Sohn stießen dabei auf einen Bärenschädel. In den folgenden Jahren wurden weitere Höhlenräume mit reichen Knochenlager gefunden: Die Reste von mindestens 2000 Höhlenbären, Spuren von Höhlenlöwen, Nashorn und anderem Getier waren darunter. Außerdem gelang es, die Anwesenheit des Neandertalers in der Höhle vor über 100.000 Jahren zu dokumentieren.

Gemeinde Hartenstein
Höflaser Str. 1, 91235 Hartenstein, Tel. 09152/926900
http://www.hartenstein-mfr.de



Maximiliansgrotte

Der Elefant, der Adler, die heilige Maria, eine Orgel, ein Engel, ein Taufbecken und vielleicht auch Elfen und Feenwesen, wie geht das alles zusammen? In der Maximiliansgrotte bei Neuhaus, rund 70 Meter unter der Erde, passt das alles wunderbar zusammen. In Tausenden und Abertausenden von Jahren hat die Natur dort eine Höhlenwelt erschaffen, in der Tropfsteine das Auge des Betrachters in ihren Bann ziehen. In einem Teil der über 1200 Meter langen Grotte gibt es in der bizarren Kalksteinwelt viel zu bestaunen, unter anderem den größte Tropfstein in deutschen Höhlen, den „Eisberg“. In der Nähe liegen auch noch die Vogelherd- und Mysteriengrotte sowie das Felsenlabyrinth der Steinernen Stadt.

Gasthof Grottenhof
Familie Lohner, Krottensee, 91284 Neuhaus
http://www.maximiliansgrotte.de



Veldensteiner Forst

Zwischen dem Oberen Pegnitztal und dem Südostrand der Fränkischen Schweiz beherbergt die Hersbrucker Schweiz ein einmaliges Naturerlebnis: Ausgedehnte Waldungen, Wildreichtum und Naturdenkmale, vielgestaltige Flora und seltene Tierwelt finden sich im Veldensteiner Forst, der zudem Quellschutzgebiet der Pegnitz ist.

http://www.fsvf.de



Steinberghöhle

Die ältesten Zeugnisse menschlichen Lebens in Bayern wurden in Mittelfranken gefunden, genauer gesagt in Hunas bei Pommelsbrunn. Archäologische Grabungen in der Steinberghöhle förderten Steinwerkzeuge und einen Zahn eines Neandertalers zu Tage. Hier lebten also bereits in der Altsteinzeit vor rund 130 000 Jahren Menschen. Fast lückenlos lassen sich an Hand der Funde außerdem die Klimaveränderungen seit dieser Zeit nachvollziehen. Die Funde sind im Heimatmuseum Pommelsbrunn zu sehen.



Windloch

Eine riesige, schräge Kluft markiert das obere Ende des eindrucksvollen Alfelder Windlochs. Es gehört zu den längsten Höhlen, die der fränkische Jura zu bieten hat. Und wohl auch zu den unübersichtlichsten, denn Gänge, Hallen und ein Labyrinth sorgen für große Verwirrung bei der Orientierung.

Gemeinde Alfeld
Am Kühberg 1, 91236 Alfeld, Tel. 09157/236
http://www.alfeld-mfr.de


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