Ruinen

Vergangener Glanz

Kapellenruine St. Otmar und Ottilien Offenhausen

Die Kapelle wurde als Dank für das Überleben der Pest 1436 auf dem nahe gelegenen Keilberg  errichtet und im Jahr 1448 den beiden Heiligen St. Otmar und St. Ottilie geweiht. Im zweiten Markgrafenkrieg 1553 bis auf Turm und Bruderhaus zerstört, wurde sie erst 1756 renoviert. Seitdem wird alljährlich nach dem Kilianstag am 8. Juli die Keilberg-Kirchweih gefeiert.


Burgruine Reicheneck

Im Besitz des mächtigen Ulrich von Königstein im Jahr wurde die Burg Reicheneck oberhalb des Happurger Stausees 1238 erstmals erwähnt. Nach einigen Besitzerwechseln und Kleinkriegen unter anderem gegen die Pfalzgrafen und die Stadt Nürnberg, wurde sie 1438 schließlich Schauplatz der Hirschhorner Fehde, bei der Bischof Johann II von Würzburg auf der Burg gefangen gehalten und erst 1439 wieder freigelassen wurde. Nachdem sie mehrmals in Folge ausgeplündert und niedergebrannt wurde, sind heute nur noch wenige Reste der alten Mauern erhalten.


Burgruine Lichtenstein

Hoch über Pommelsbrunn thronend bietet die Ruine einen ausgezeichneten Blick über das Pegnitztal. Ihr Standort diente vor allem der Überwachung der Handelsstraße zwischen Nürnberg und Prag (Goldene Straße) und war Sitz der Ritter von Lichtenstein. Lichtenstein war ein kleiner Amtssitz unter anderem mit vier Wächtern und sechs Mann Fußtruppe. Vermutlich teilte sich die Burg in die untere und die obere Burg. Heute stehen neben einigen Mauerstücken noch die Reste des Palas (Rittersaal) und ein gotisches Fenster aus der 1. Hälfte des 14. Jahrhunderts.

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Kapellenruine „Zum heiligen Baum” (St. Rochus und St. Leonhard)

Versteckt zwischen Bäumen der Wälder um Arzlohe stehen die alten Reste der Außenmauern einer kleinen Kapelle. Früher wahrscheinlich eine vorchristliche Kultstätte, ist nur noch ein Bogen in den Mauern an der Vorderseite als ehemaliges Eingangstor auszumachen. Anderen Vermutungen zufolge handelt es sich um eine Pestkapelle. Aus dem Jahr 1480 liegt eine erste schriftliche Erwähnung vor. Am Pfingstmontag, der Arzloher Kirchweih und zur Waldweihnacht finden jeweils Gottesdienste in den Außenmauern der malerischen Ruine statt.

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Ruinen des Modells „Deutsches Stadion“

Zwischen Unter- und Oberklausen, an einem Berghang lassen sich noch Reste des Modells für das „Deutsche Stadion“ ausmachen. Es war für das Nürnberger Reichsparteitagsgelände geplant und sollte mit  400 000 Zuschauern das größte Stadion der Welt werden. An den Oberpfälzer Hängern sind im Dritten Reich Testbauten entstanden, um die Steilheit und Statik der Ränge auszuprobieren.


Houbirg

Bei der Houbirg handelt es sich zum einen um ein markantes Bergplateau von 617 Metern Höhe, zum anderen um ein bedeutendes Denkmal der Vor- und Frühgeschichte in der Region. Der Ringwall, eine Verteidigungsanlage aus der Keltenzeit (um 500 v. Chr.), ist noch heute gut erkennbar. Südlicher Eckpunkt ist der seit der Steinzeit von Menschen aufgesuchte „Hohle Fels“. In den letzten Monaten des Zweiten Weltkriegs wurde die Houbirg jedoch zum Schauplatz grausamer Geschehnisse. KZ-Häftlinge aus dem Hersbrucker Außenlager des KZ Flossenbürg mussten unter mörderischen Bedingungen ein über drei Kilometer langes Stollensystem in den Berg treiben. Im Inneren sollte eine bombensichere Flugzeugfabrik entstehen. Heute erinnert eine Gedenktafel am Stolleneingang an die vielen Opfer.


Burgruine Lichtenegg

Auf einer 583 Meter hohen Bergkuppe ist die Ruine Lichtenegg, die zwischen den Kirchdörfern Fürnried (Gemeinde Birgland) und Hartmannhof (Gemeinde Pommelsbrunn) liegt, bereits von weitem zu erkennen. Senkrechte Kalkfelsabstürze rahmen die Ruine eindrucksvoll ein und boten der früheren Burg einen natürlichen Schutz. Die ursprüngliche Burganlage ging bereits im 15. Jahrhundert völlig unter. Die heute sichtbaren Reste von Wohnbau, Pferdestall, Ringmauer und Burggraben sind auf einen Neubau mit Pallas, Bergfried und Erdwällen aus dem Jahre 1562 zurückzuführen. Heute lassen der freigelegte Burgeingang und eine grob aus dem Naturfels heraus gemeißelte Steintreppe das alte Aussehen erahnen. Von der Ruine aus lässt sich eine prächtige Rundsicht genießen.

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Burgruine Rupprechtstein

Nur während der kalten Jahreszeit gestatten die laublosen Bäume des Mischwaldes einen freien Blick auf das stattliche Gebäude, das in früheren Jahrhunderten als Herrenhaus den Geschlechtern zu Rupprechtstein diente. Um das Jahr 1100 krönte diesen Berg zwischen Kirchenreinbach und Etzelwang auf einer Höhe von knapp 550 Meter eine stolze Burg. Heute ist lediglich das Gebäude zu sehen, das einst Teil des Herrenhauses der Bewohner von Rupprechtstein war und über dem sich die stattliche Burg ehemals erhob.



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